Sommerlager 2011

16. - bis 22. Juli in Wndhaag bei Freistadt

Am Samstag, den 16.7. fuhren wir WiWö-Kinder mit dem Bus nach Windhaag bei Freistadt auf Sommerlager, wo wir in der Schule übernachten würden.

Dort angekommen wurden zuerst die Schlafzimmer bezogen, dann trafen wir uns auf der Wiese vor der Schule, wo wir durch ein Luftballonspiel die sechs Tischgruppen ermittelten. Anschließend wurden die Lagerleibchen ausgegeben und in allen Farben angemalt.

Nach dem Abendessen begann mit einem Theaterstück der Begleiter unsere Spielgeschichte. Der Gräfin Rubrietta von Finkenstein wurde ihr kostbarer Rubin vom Hals gestohlen. Als Verdächtige kamen nur die im Raum anwesenden Personen in Frage. Major von Hammerschlag, Ophelia, die Schwester der Gräfin, der Neffe Gustav, das Hausmädchen und der Detektiv. Letzterer bat gleich nach dem Diebstahl uns Kinder um Hilfe.

Bis halb elf durften wir noch aufbleiben, dann schlüpften wir, obwohl die meisten noch nicht müde waren, in die Schlafsäcke.


Am nächsten Morgen wurden wir um halb acht in der Früh aufgeweckt, und dann noch eher schlafend als wach hinaus zum Morgensport gezerrt. An der frischen Luft wurden wir aber schnell munter und nach einigen Übungen ging es ab zum Frühstück. Nach diesem und anschließendem Zähneputzen und Schlafplatz aufräumen stellte sich die erste Tagesgruppe, die der Gräfin, vor. Wir Kinder waren da die Detektive und fragten die Gräfin aus, wen sie denn beschuldigen würde, wer denn der Bösewicht sei. Diese verdächtigte aber in Wahrheit alle, trotzdem erfuhren wir einiges über die Verdächtigen.

Am Vormittag bastelten wir dann unsere Lageranhänger, Edelsteine aus Kaffeetabs, und entwarfen Motive für unsere Lagerfahne. Am Nachmittag gingen wir hinunter zum Schwimmteich, wo wir unsere Begleiter tümpfelten und auf der Wiese spielten. Am Abend wurde dann die Lagerfahne bemalt und wir spielten im Turnsaal Ball.


Am Montag stellte sich der Herr Major vor und präsentierte der Gräfin gleich seine Ehrengarde. Dann ging es gleich ab zum Wandertag, wo wir einem Waldlehrpfad entlanggingen und einige Fragen zu beantworten hatten. Unsere Mittagsjause durften wir teils selbst in unseren Rucksäcken tragen, den Rest hatten unsere Begleiter für uns mitgenommen. Obwohl der Himmel stets bewölkt war, kamen wir bis auf ein paar vereinzelte Regentropfen ungeschoren davon.

Wieder zurück in der Schule dachten wir gar nicht daran, erschöpft zu rasten. Ganz im Gegenteil, wir bastelten unsere Ansichtskarten, spielten auf der Wiese vor der Schule und ein paar Kinder verdienten sich auch ihre ersten Abzeichen. Jürgen nahm vier Kindern sogar ein ganz besonderes Abzeichen ab, wo sie sich mit Tarnfarbe bemalen mussten und dann zeigten, wie gut sie sich anschleichen konnten. Während dem Abwaschen der Farbe wurde uns aber leider unsere Fahne von heimtückischen Dieben gestohlen, und wir mussten sie gegen zwei von uns gebastelte Edelsteinanhänger austauschen.


Am Dienstag Vormittag beteuerte erst bei der Tagesvorstellung Schwester Ophelia ihre Unschuld, dann machten wir uns in Kleingruppen auf, um den Ort Windhaag genauer zu erkunden und einige uns gestellte Fragen zu beantworten. So mussten wir zum Beispiel das Wappen von Windhaag zeichnen und auch herausfinden wie die eigenartige Sonnenuhr vor dem Schulgebäude funktioniert. Am Nachmittag hatten wir wieder Zeit Spezialabzeichen abzulegen und daran zu arbeiten unsere Sternenkarte zu vervollständigen. Gegen Abend dann gab es noch eine Spiri-Einheit zum Thema Gemeinschaft, geleitet von unserem Chefkoch Holger.

Am Abend dann wurden wir alle in die Duschen geschickt, damit wir den ärgsten Schmutz des Tages abwaschen konnten.


Am Mittwoch wurde der Neffe von einigen Detektiven genau unter die Lupe genommen und verhört. Dabei haben wir herausgefunden, dass er hohe Spielschulden hatte, die wir am Vormittag gleich für ihn bei einigen Stationen abarbeiten durften. So mussten wir bei der Bank Geld zählen, im Schmuckladen aushelfen, einen Hindernisparkur bewältigen und uns im Kosmetikladen verwöhnen lassen. Am Nachmittag teilten wir uns in zwei große Gruppen, die einen gingen zuerst ins Waldhaus, wo wir allerhand Interessantes über den Lebensraum Wald erfuhren; die anderen besuchten den örtlichen Steinmetz, der uns einige seiner Erfindungen präsentierte. So zum Beispiel seine Zugbrücke, das von ihm gebaute Wettershuttle, und die Sonnenuhr vor unserer Schule. Nach einer Stunde tauschten wir, sodass jeder alles sehen durfte.

Wieder daheim angekommen fingen wir an Kulissen für das Fest am nächsten Tag zu basteln und wir durften an Ytong-Steinen ausprobieren, was wir zuvor beim Steinmetz gesehen hatten und unsere eigenen Kunstwerke entwerfen.

Am Abend wurden wir diesmal aber nicht um zehn ins Bett geschickt wie üblich, sondern wir durften länger aufbleiben und es gab eine Nachtaktion. Erst mussten wir in kleinen Gruppen sechs Stationen bewältigen. So mussten wir einander blind führen, erfuhren einiges über Sterne, machten ein Tastkim, morsten durch den Turnsaal, mussten ein Rätsel lösen und das Küchenpersonal der Gräfin beim Tratschen über die Verdächtigen belauschen. Hier erfuhren wir auch das erste Mal etwas über den mysteriösen Kutscher, den niemand zuvor zu Gesicht bekommen hatte und von dem niemand genau wusste wer er war, und welche Rolle er spielte, was die wildesten Diskussionen auslöste.

Anschließend an die Stationen spielten wir noch ganz kurz Wolperdinger-jagen im Turnsaal, wo wir im Dunkeln unsere Begleiter erwischen mussten, die als einzige eine Taschenlampe umgebunden hatten. Dann fielen wir todmüde in unsere Schlafsäcke.


Am Donnerstag berichteten uns in der Früh die Hausmädchen und Butler, was sie von den feinen Herren und Damen im Schloss so alles wussten. Dann bereiteten wir uns den ganzen Tag lang auf das abendliche Schlossfest vor.

Wir malten die Kulissen fertig an und bereiteten das Essen für den Abend zu. Auch die letzten Ytong-Arbeiten schlossen wir am Vormittag ab. Dann war endlich der Abend des Festes gekommen. Erst gab es für uns alle kleine Häppchen zu essen, dann gab es ein Handpuppentheater von uns Kindern zu sehen, ein Tanz wurde aufgeführt und diverse Witze erzählt.

Dann wurden auf einmal alle Kinder, die alt genug waren um überstellt zu werden, gebeten ihre Schlafsäcke zusammen zu packen, denn diese würden in Zelten übernachten. Der Rest von uns genoss noch den Abend und das Fest, die anderen aber brachen auf und marschierten in Richtung Lagerplatz. Dort machten sie es sich erstmal in den Zelten gemütlich, während die Begleiter ein Feuer entzündeten. Bei der nächtlichen Runde ums Lagerfeuer wurden dann etliche Fragen über die GuSp-Stufe beantwortet und noch einmal erzählt, was ihnen am Lager denn gefallen oder nicht gefallen hatte. Um halb zwölf dann schlüpften auch sie in ihre Schlafsäcke.


Am Freitag in der Früh kamen die anderen dann wieder zu uns zurück und die Detektive stellten sich vor. Sie fassten noch einmal alle Motive zusammen, die wir in der Woche herausgefunden hatten.

Danach teilten wir uns einmal mehr in Kleingruppen auf und bestritten die Lagerolympiade, wo wir verschiedene Experimente durchführen mussten. Dann kam die große Auflösung. Als Schuldiger entpuppte sich Gustav, der Neffe der Gräfin, und er wurde vom Major abgeführt.

Am frühen Nachmittag kamen unsere Eltern um uns abzuholen. Wir sangen noch einmal unser Lagerlied „Wer hat den Edelstein geklaut?“ und es wurden noch alle Abzeichen und Sterne verliehen. Martin und Karin bekamen sogar den „Springenden Wolf“ bzw. das „Tanzende Wichtel“, die höchste Auszeichnung, die es bei den WiWö gibt. Und damit war ein lustiges und abwechslungsreiches WiWö-Lager zu Ende.