Sommerlager 2010

Das Projekt "RaRoter Faden durch Österreich" beginnt am Samstag um 8:01 am Linzer Hauptbahnhof.
Mit dem Regionalzug geht es nach Neumarkt am Wallersee, wo wir nach einer Stunde Fußmarsch in der prallen Sommersonne den Campingplatz direkt am See erreichen.

Sofort stellen wir die Zelte auf und stürmen das Strandbad, wo wir den Nachmittag mit Sonnenanbeiten verbringen.
Den Abend lassen wir nur unterbrochen durch das selbst zubereitete Abendessen auf der Sonnenterrasse des Seewirten.

Den Sonntag beginnen wir mit einem improvisierten Frühstück. Nach dem Abbau unserer Zelte marschieren wir diesmal zum Bahnhof von Weng, von wo aus wir nach Salzburg fahren.
Dort treffen wir in Zug auf Paul, der erst jetzt zu uns stößt und machen uns auf den Weg nach Bregenz.



Nach einer langen erholsamen Fahrt finden wir über Umwege (dank Roli) eine Jugendherberge wie aus dem Bilderbuch. Am Abend irren wir etwas durch die Stadt, bevor wir uns entschließen doch weiter Nahrung zu uns zu nehmen.

Danach ließen wir den Abend auf der städtischen Seepromenade zu den leisen Tönen von AIDA auf der Seebühne ausklingen.

Der Montag begann dann mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet an dem wir uns für die anschließende Bergwertung stärkten. Während unseres Aufstiegs auf den Pfänder konnten wir unsere Gedanken sortieren und die Geschichte Vorarlbergs neu schreiben. Nachdem der Durst an der Bergstation gestillt war, nahmen wir den leichteren Weg, die Gondel zurück ins Tal.

Ein Rundgang durch das Museum der Pfänderseilbahn eröffnete uns tiefe Einblicke in die Kust des Seilbahnbaues. Wieder zurück in der Stadt ließen wir uns mit fernöstlichen Speisen verwöhnen.

Der gemütliche Teil des Tages begann mit einem Mittagsschlaf auf der Seepromenade. Unseren Aufenthalt in Bregenz schlossen wir mit einem spannungsgeladenen und brutalen Minigolfspiel ab und traten unsere Reise nach Feldkirch an.

Hier stärkten wir uns im rustikalen Bahnhofsrestaurant für die nächtliche Zugfahrt nach Graz.


Spät in der Nacht ging es dann auf die 600 Kilometer lange und mehr als 8 Stunden dauernde Reise nach Graz. Nach einer kurzen Mitternachtsjause und der Erfüllung unserer heutigen Guten Tat überfiel uns die Müdigkeit und wir schliefen mehr schlecht als recht kreuz und quer herumliegend.


Mit Genicks- und Rückenschmerzen und eher unausgeschlafen erreichten wir um 7 Uhr morgens den Grazer Hauptbahnhof, wo wir ein nahrhaftes Pappendeckel-Frühstück zu uns nahmen. Danach machten wir uns auf zur Wohnung von Johanna und Claus. Aufgrund unseres atemberaubenden Zustandes wurden uns der Gang unter die Dusche sehr nahegelegt.

Nachdem wir wieder öffentlichkeitstauglich waren, stand die obligate Stadtbesichtigung mit Kunsthaus, Murinsel und Uhrturm auf dem Programm. Am Schloßberg überraschte uns jedoch der Regen und so verlegten wir das Mittagessen (bei den berühmt-berüchtigten 3 goldenen Kugeln) nach vorne.


Nach dieser ausgiebigen Stärkung fiel der Mittagsschlaf gleich noch etwas länger aus und wir verschliefen den halben Nachmittag. Der Rest wurde zum gemeinsamen Kartenspiel genutzt. Nach dem Abendessen und einem nächtlichen Spaziergang durch Graz krochen wir früher als sonst todmüde in unsere Schlafsäcke.

Am Mittwoch kam uns der Zugfahrplan entgegen. Wir konnten ausschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück um kurz vor 12 Uhr mittags in Richtung Fürstenfeld abfahren.


In Fürstenfeld marchierten wir quer durch die Stadt zum Campingplatz. Nach einer kurzen Stärkung stürmten wir Österreichs größtes Freibad.

 Das Abendessen wurde wieder einmal selbst gekocht, danach ließen wir den Tag mit Kartenspiel und Gesang ausklingen.

Am Campingplatz in Fürstenfeld wurden wir besonders herzlich ausgenommen und das Gepäck sogar zum Bahnhof transportiert.

Im Ort angekommen stand dann der kulturelle Höhenpunkt unserer Reise an: Fürstenfeld von STS am Bahnhof von Fürstenfeld sechsstimmig und von Paul auf der Gitarre begleitet.


Den Großteil des Tages verbrachten wir heute im Zug: Von Fürstenfeld nach Friedberg, dann mit dem Schev nach Aspang und wieder per Zug nach Wiener Neustadt, von dort nach Wien Süd via Wien West nach Breitenbrunn. Bei der Busfahrt durchs Wechselland fuhren wir einmal sogar über Kopfsteinpflaster!



Die letzte Station unserer Reise bildete Breitenbrunn am Neusiedlersee. Hier konnten wir zum Abschluß nochmal so richtig die Seele baumeln lassen. Nur der heftige Regen am Freitag störte noch ein kleinwenig unsere Stimmung.

Nach 7 Tagen quer durch Österreich traten wir am Freitag abend die Heimreise an und erreichten müde und erschöpft um 20:30 den Linzer Hauptbahnhof.